StefanIm September 2014 sah ich auf „Spiegel Online“ einen Artikel und eine Bilderserie über einen Landart Künstler, der Steine in nahezu unglaublicher und perfekter Art und Weise balanciert und damit ohne irgendwelche Hilfsmittel Skulpturen bildet, die fragil, leicht und doch so ungeheuer kraftvoll wirken.

Er vermittelt damit ein Gefühl, das zwischen einem „das ist doch nicht möglich“ und dem Wissen, dass es im Grunde nur einfache Physik ist, hin und her pendelt. Ein Widerspruch der letztlich keiner ist.

Die Arbeiten von Michael Grab (GravityGlue) haben mich so fasziniert und nicht mehr losgelassen, dass ich nun  seit November 2014 angefangen habe, diese Kunst und die dafür notwendigen Techniken zu erlernen. Seitdem findet man mich häufiger draußen in der Natur beim „Steine stapeln“.

Die Ergebnisse meiner Bemühungen möchte ich Ihnen auf dieser Seite vorstellen und freue mich über Kritik und Anregungen zu meinen Arbeiten. Gern beantworte ich über das Kontaktformular Ihre Fragen.

Was mich am Stone-Balancing interessiert ist die Kombination von Kreativität, Technik, Geschicklichkeit, Geduld und Konzentration  … aber zuallererst die innere Ruhe und Gelassenheit, die sich beim „stapeln“ fast von alleine einstellt … und das alles noch draußen in der Natur.

In der Verbindung dieser Aspekte  entstehen wacklige, haarfein ausbalancierte Gebilde, die oft nur wenige Sekunden bis zur nächsten Windboe halten, manchmal aber auch über Tage und Wochen bestehen bleiben können.

Dabei ist die Vergänglichkeit – oft ist es noch vor dem Foto um das Werk geschehen – wichtiger Bestandteil des Konzepts, so wie es auch in den verschiedenen Landart Bewegungen seit den siebziger Jahren schon der Fall ist.  Der Prozess ist hier fast wichtiger als das Produkt – auch wenn letzteres natürlich bei den Betrachtenden stärker im Fokus steht.

Es ist selbstredend klar, dass hier weder Leim, Beton noch Schrauben oder sonstwelche Tricks verwendet werden und  die Fotos sind zwar bearbeitet, aber nicht manipuliert. Einziger Kleber ist hier die Schwerkraft.

In der Zukunft möchte ich gerne neben der Weiterentwicklung meiner Balancier-Fähigkeiten die Stonebalance stärker mit der Fotografie in Verbindung bringen, meinem anderen kreativen Standbein.

Wenn Sie sich auch hiervon ein Bild machen möchten, finden Sie eine Sammlung verschiedener Bilder und Serien hier: http://www.satpfen.de

So, nun aber erst mal viel Spaß beim Stöbern auf diesem Blog

Stefan